Doppelstabmattenzaun

Doppelstabmattenzaun: Welche Höhe und Stärke ist die richtige?

Sie haben sich für einen Doppelstabmattenzaun entschieden und stehen jetzt vor zwei Angaben, die jedes Angebot verlangt: Höhe und Stärke. Beides wirkt wie eine Frage des Geschmacks oder des Budgets. Tatsächlich hängen die beiden Werte zusammen, und zwar über eine Größe, an die beim Planen kaum jemand denkt – den Wind. Dieser Text zeigt, in welcher Reihenfolge Sie die Entscheidung sinnvoll treffen.

Inhaltsverzeichnis:

Was 6/5/6 und 8/6/8 bedeuten

Eine Doppelstabmatte besteht aus senkrechten Stäben, die zwischen jeweils zwei waagerechten Stäben verschweißt sind. Die waagerechten Stäbe liegen also paarweise – daher der Name. Die Kurzschreibweisen 6/5/6 und 8/6/8 benennen die Durchmesser dieser Stäbe in der Reihenfolge: waagerecht, senkrecht, waagerecht.

Praktisch heißt das nur eines: 8/6/8 ist die steifere Ausführung, 6/5/6 die leichtere. Beide sind im deutschen Markt etabliert, beide werden auf privaten Grundstücken verbaut. Die Frage lautet deshalb nicht, welche Variante grundsätzlich besser ist, sondern welche Belastung Ihre Zaunlinie später tatsächlich aufnehmen muss.

Beide Kurzschreibweisen beschreiben den Markt, nicht das Programm eines einzelnen Herstellers. Welche Ausführung für Ihr Grundstück in Frage kommt, stimmen wir beim Aufmaß ab.

Die leichtere Ausführung – und wofür sie reicht

6/5/6 ist die Variante, die Sie an den meisten Grundstücken sehen. Sie eignet sich, wenn der Zaun offen bleibt: als Abgrenzung zum Nachbargrundstück, entlang eines Vorgartens, zur Feld- oder Wiesenseite hin. Das Gitter lässt Wind durch, die Kräfte auf Matte und Pfosten bleiben entsprechend gering.

Ihre Grenze zeigt sich in zwei Situationen. Erstens, wenn die Fläche geschlossen wird – dazu gleich mehr. Zweitens, wenn die Zaunlinie deutlich höher wird oder über lange gerade Abschnitte in freier Lage steht. Dann arbeitet die Konstruktion sichtbar: Matten federn stärker, Pfosten geben nach.

Die steifere Ausführung – und wann sie sich lohnt

8/6/8 bringt vor allem Steifigkeit. Die Matte biegt sich unter Belastung weniger durch und steckt mechanische Einwirkung besser weg – den Ball aus dem Garten, das Rangieren an der Einfahrt, den Hund, der sich anlehnt. Bei Gewerbeobjekten und bei Zaunlinien, die Sicht- und Windschutz übernehmen sollen, ist sie deshalb die naheliegende Wahl.

Der Unterschied im Materialeinsatz zwischen beiden Ausführungen ist überschaubar. Der Unterschied in der Steifigkeit ist es nicht. Wer schwankt, sollte die Entscheidung nicht am Material festmachen, sondern an der Aufgabe des Zauns.

Höhe, Sichtschutz und Wind hängen zusammen

Das ist der Punkt, der in Produktbeschreibungen meistens fehlt. Ein offener Doppelstabmattenzaun ist winddurchlässig. Ziehen Sie Sichtschutzstreifen ein, ändert sich die Statik grundlegend: Aus einem durchlässigen Gitter wird eine geschlossene Fläche, und diese Fläche steht im Wind wie ein Segel. Je höher der Zaun, desto größer die Fläche und desto größer die Kraft, die auf Matten, Pfosten und Fundament wirkt.

Daraus ergibt sich eine klare Reihenfolge. Zuerst klären Sie, wofür der Zaun da ist: reine Abgrenzung, Sicht- und Windschutz oder Absicherung. Daraus folgt die Höhe. Aus Höhe plus Sichtschutz folgt dann, welche Stärke und welches Fundament sinnvoll sind. Wer umgekehrt vorgeht – erst die günstigere Matte bestellen und die Streifen später nachrüsten – bekommt genau die Probleme, die er sparen wollte.

Wenn dauerhafte Blickdichte ohnehin das Ziel ist, lohnt ein Vergleich mit einem Sichtschutzsystem aus WPC. Dort ist die geschlossene Fläche von vornherein Teil der Konstruktion, statt nachträglich in ein offenes Gitter eingezogen zu werden.

Bleibt die Höhe selbst. Welches Maß auf Ihrem Grundstück überhaupt zulässig ist, steht nicht im Katalog, sondern im Bebauungsplan Ihrer Gemeinde. Er kann Höhe, Material und Bauart vorgeben, zur Straßenseite hin oft strenger als zur rückwärtigen Grenze. Klären Sie das, bevor Sie Maße festlegen – nicht danach.

Typische Fehler bei der Auswahl

Sichtschutz nachträglich einziehen, ohne die Unterkonstruktion zu prüfen. Die Matten halten das meist aus. Pfosten und Fundament, die für einen offenen Zaun ausgelegt wurden, nicht unbedingt.

Auf Einschlagbodenhülsen setzen. Sie sind für leichte Holzpfosten gedacht. Bei einer schweren Matte, erst recht mit geschlossener Fläche, fehlt in lockerem Boden der Halt.

Die Höhe nach Gefühl festlegen. Sie ist der einzige Wert am Zaun, der Ihnen von außen vorgegeben werden kann. Diese Vorgabe steht am Anfang der Planung, nicht am Ende.

Den Geländeverlauf übergehen. An einem Hang läuft die Zaunlinie nicht einfach mit. Sie wird gestuft aufgebaut, oder der Höhenunterschied wird über einen Sockel ausgeglichen. Beides gehört vor die Bestellung, nicht auf die Baustelle.

Nur die Zaunfelder betrachten. Tor und Pforte stehen unter anderen Kräften als eine Zaunlinie und benötigen eigene Fundamente. Sie gehören in dieselbe Planung.

Was vor der Bestellung geklärt sein sollte

  • Welche Aufgabe der Zaun erfüllen soll: Abgrenzung, Sicht- und Windschutz oder Absicherung
  • Ob Sichtschutz eingeplant ist – jetzt oder später
  • Welche Vorgaben Bebauungsplan und Gemeinde für Ihr Grundstück machen
  • Wie das Gelände verläuft und wo Höhenunterschiede ausgeglichen werden müssen
  • Wo Tor und Pforte sitzen und wie viel Platz sie benötigen

Wir fertigen seit über 20 Jahren Zäune, Tore und Geländer in unserem Betrieb in Witnica in Westpolen und beschichten in unserer eigenen Pulverbeschichtungsanlage. Planung, Fertigung und Montage bleiben dadurch in einer Hand. Jede Anlage entsteht nach Maß – beim Aufmaß gehen wir Höhenverlauf, Pfostenteilung und Ausführung gemeinsam mit Ihnen durch, bevor etwas in die Fertigung geht.

Häufige Fragen

Was bedeuten die Zahlen 6/5/6 und 8/6/8 genau?

Sie benennen die Durchmesser der Stäbe einer Doppelstabmatte, und zwar in der Reihenfolge waagerecht, senkrecht, waagerecht. Es handelt sich um eine im deutschen Markt übliche Kurzschreibweise, nicht um eine Produktbezeichnung eines einzelnen Herstellers. 8/6/8 steht für die steifere, 6/5/6 für die leichtere Ausführung.

Benötige ich die steifere Ausführung, wenn ich Sichtschutzstreifen einziehen möchte?

In den meisten Fällen ist sie die vernünftigere Wahl. Mit den Streifen wird aus dem offenen Gitter eine geschlossene Fläche, die dem Wind Widerstand bietet. Entscheidend ist dabei nicht die Matte allein, sondern das Zusammenspiel aus Höhe, Ausführung, Pfostenteilung und Fundament. Schicken Sie uns die geplante Zaunlinie – wir prüfen das für Ihr Grundstück.

Kann ich einen bestehenden Doppelstabmattenzaun später erhöhen?

Grundsätzlich gibt es Aufsatzlösungen, aber die Frage ist selten die Matte. Die vorhandenen Pfosten und ihre Gründung wurden für die ursprüngliche Höhe ausgelegt. Wird der Zaun höher oder wird zusätzlich Sichtschutz eingezogen, steigt die Belastung auf genau diese Bauteile. Eine Erhöhung sollte deshalb immer mit einem Blick auf die Unterkonstruktion beginnen.

Reichen Einschlagbodenhülsen oder müssen die Pfosten einbetoniert werden?

Für Doppelstabmatten ist Einbetonieren der übliche Weg. Einschlagbodenhülsen stammen aus dem leichten Holzzaunbau und bieten in lockerem Boden zu wenig Halt, sobald Gewicht und Windlast steigen. Wie tief gegründet wird, hängt von Bodenbeschaffenheit, Frostsituation und Zaunhöhe ab und wird für das konkrete Grundstück festgelegt.

Wie plane ich einen Doppelstabmattenzaun am Hang?

Es gibt zwei gängige Wege. Entweder wird der Zaun stufenweise aufgebaut – dann bleiben am Boden je nach Gefälle kleine Zwischenräume. Oder der Höhenunterschied wird über ein Sockelfundament ausgeglichen, wodurch die Linie unten geschlossen bleibt. Welche Lösung passt, hängt vom Gefälle ab und davon, ob die Fläche unten dicht sein soll.

Woher weiß ich, welche Zaunhöhe bei mir erlaubt ist?

Aus dem Bebauungsplan und den örtlichen Vorschriften Ihrer Gemeinde, nicht aus einer allgemeinen Regel. Die Vorgaben können sich zwischen zwei benachbarten Wohngebieten unterscheiden und zur Straßenseite hin strenger ausfallen. Fragen Sie vor der Planung beim Bauamt beziehungsweise Bauordnungsamt Ihrer Stadt nach.

So geht es weiter

Wenn Sie wissen, welche Aufgabe Ihr Zaun übernehmen soll und welche Vorgaben für Ihr Grundstück gelten, ist die Auswahl der Ausführung schnell erledigt. Einen Überblick über unsere Anlagen finden Sie bei den 2D-Doppelstabmattenzäunen.

Schicken Sie uns die Länge der geplanten Zaunlinie, den Geländeverlauf und die Vorgaben Ihrer Gemeinde – wir prüfen, welche Ausführung dazu passt. Kontaktieren Sie uns und fordern Sie ein unverbindliches Angebot an.