Doppelflügeltore – Zweiflügelige Tore

Doppelflügeltore – zweiflügelige Einfahrtstore aus eigener Fertigung

Ein Doppelflügeltor teilt die Durchfahrt in zwei Flügel, die zur Seite aufschwenken. Diese Bauart ist die älteste unter den Einfahrtstoren und aus einem sachlichen Grund immer noch die häufigste: Sie braucht neben der Einfahrt keinen Zentimeter Platz. Alles, was sie verlangt, ist Raum hinter der Toröffnung. Wo dieser Raum vorhanden ist, ist das Doppelflügeltor die technisch einfachste und im Betrieb anspruchslose Lösung.

Für welche Einfahrten diese Bauart passt

Die Frage lässt sich meist an der Grundstückssituation beantworten, nicht am Katalog.

Sie passt gut, wenn zwischen Tor und Haus oder Garage genügend Abstand liegt, sodass die geöffneten Flügel niemanden stören. Sie passt ebenfalls gut bei Einfahrten mittlerer Breite, weil sich das Gewicht auf zwei Flügel verteilt und jeder einzelne handlich bleibt. Und sie passt dort, wo die Zaunlinie kurz hinter dem Tor endet – etwa an einer Hecke, einer Mauer oder einer Grundstücksecke –, denn genau diese Situation schließt seitlich laufende Konstruktionen aus.

Weniger passend ist die Bauart, wenn die Einfahrt zum Haus hin ansteigt oder abfällt. Der Flügel bewegt sich über den Schwenkweg auf den Boden zu, und bei stärkerem Gefälle wird der nötige Bodenabstand zum Problem. Auch sehr breite Durchfahrten sprechen eher dagegen, weil ein einzelner Flügel mit der Breite spürbar an Gewicht gewinnt und dem Wind mehr Fläche bietet.

Wer zwischen dieser Bauart und einem freitragenden Schiebetor schwankt, entscheidet im Kern nur eines: ob der freie Platz hinter der Einfahrt liegt oder daneben.

Woraus wir fertigen und warum

Zweiflügelige Tore bauen wir aus Stahl und aus Aluminium – die Wahl folgt der Konstruktion, nicht dem Preisschild.

Stahl ist steif und schwer. Bei einem aufschwenkenden Flügel wirkt sich das doppelt aus: Die Konstruktion bleibt formstabil, belastet aber Pfosten, Bänder und Antrieb stärker. Für Anlagen, die massiv wirken sollen, und für Füllungen mit hohem Eigengewicht ist Stahl der naheliegende Werkstoff.

Aluminium bringt bei ähnlicher Steifigkeit deutlich weniger Masse auf die Bänder. Das macht den Flügel leichtgängiger, entlastet die Mechanik über die Jahre und spielt seine Stärke besonders dort aus, wo die Durchfahrt breiter ausfällt. Hinzu kommt die Korrosionsbeständigkeit, die in Küstennähe und in feuchten Lagen den Ausschlag gibt.

Beide Werkstoffe beschichten wir pulverbeschichtet im eigenen Haus. Die Serie FT101 bis FT140 gibt dabei die Formensprache vor – vom geschlossenen, ruhigen Blatt bis zu offenen Profilbildern, die den Blick durchlassen.

Ausführungen und Gestaltungsmöglichkeiten

Innerhalb der Bauart lässt sich mehr anpassen, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Füllung bestimmt, wie viel man sieht: senkrechte Profile mit Abstand wirken leicht und geben die Sicht frei, dicht gesetzte oder flächige Füllungen schirmen die Einfahrt ab. Die Flügelaufteilung muss nicht symmetrisch sein – wo ein Fußgänger regelmäßig durchgeht, ist ein schmaler und ein breiter Flügel oft praktischer als zwei gleiche. Die Öffnungsrichtung klären wir vor Ort: nach innen ist der Normalfall, nach außen kommt nur infrage, wenn kein Gehweg und keine Straße im Weg sind. Und die Farbe stimmen wir auf die Zaunfelder ab, damit Tor und Einfriedung als eine Anlage gelesen werden.

Welche Kombination bei Ihnen sinnvoll ist, hängt von Breite, Gefälle und Zaunbild ab. Das klären wir beim Aufmaß.

Pflege und Lebensdauer

Der große Vorteil dieser Bauart im Betrieb ist die geringe Zahl beweglicher Teile. Es gibt keine Laufrollen, keine Führungsschiene und keinen Gegengewichtsarm – im Wesentlichen tragen zwei Bänder pro Flügel die gesamte Bewegung. Entsprechend wenig kann verschleißen.

Zu beachten ist im Winter der Bereich, über den die Flügel schwenken: Liegt dort Schnee, lässt sich das Tor erst nach dem Räumen vollständig öffnen. Die beschichtete Oberfläche selbst benötigt keine besondere Behandlung; gelegentliches Abwaschen genügt, um Schmutzablagerungen zu entfernen.

So entsteht Ihre Anlage

Nach dem Gespräch über Einfahrt, Zaun und Nutzung folgt das Aufmaß vor Ort. Erst danach beginnt die Fertigung, weil lichte Weite, Gefälle und Pfostenpositionen direkt in die Konstruktion eingehen. Produktion und Beschichtung laufen in unserem Werk, die Montage übernehmen wir selbst. Passende Torantriebe legen wir gemeinsam mit der Konstruktion aus, damit Gewicht und Antrieb zueinanderpassen.

Hersteller statt Zwischenhändler

Regulazaun fertigt seit über 20 Jahren Tore, Zäune und Geländer im eigenen Betrieb in Witnica. Planung, Produktion, Pulverbeschichtung und Montage bleiben dabei in einer Hand. Für Sie heißt das vor allem: ein Ansprechpartner für die gesamte Anlage und keine Schnittstelle zwischen Lieferant und Monteur, an der Verantwortung verloren geht. Einen Überblick über alle Bauarten finden Sie auf der Seite Einfahrtstore.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Platz braucht ein Doppelflügeltor zum Öffnen?

Jeder Flügel schwenkt in einem Viertelkreis auf, sodass hinter der Toröffnung ein entsprechender Bereich frei bleiben muss. Wie groß dieser Bereich ausfällt, hängt unmittelbar von der Flügelbreite ab – bei geteilter Durchfahrt fällt er je Flügel deutlich kleiner aus als bei einem einflügeligen Tor. Beim Aufmaß prüfen wir vor Ort, ob die Fläche ausreicht.

Öffnen die Flügel nach innen oder nach außen?

Der Regelfall ist nach innen, auf das Grundstück. Nach außen ist technisch möglich, scheidet aber überall dort aus, wo der Flügel in einen Gehweg, einen Radweg oder die Straße schwenken würde. Weil das von der örtlichen Situation abhängt, legen wir die Richtung erst nach dem Aufmaß fest.

Ist ein zweiflügeliges Tor bei Wind ein Problem?

Es kommt auf die Füllung an. Ein geschlossenes Blatt bietet dem Wind die volle Fläche, ein Profilbild mit Abstand lässt ihn durch. Wenn Ihr Grundstück offen und windexponiert liegt, sprechen wir das bei der Auswahl der Füllung an – das ist einer der Punkte, an denen sich Gestaltung und Technik direkt berühren.

Lässt sich diese Bauart automatisieren?

Ja, und sie eignet sich gut dafür, weil die Bewegung einfach ist. Wichtig ist, dass Antrieb und Flügelgewicht zusammenpassen und die Leerrohre für die Stromzufuhr liegen, bevor die Einfahrt gepflastert wird. Wir planen den Antrieb deshalb gemeinsam mit dem Tor.

Passt das Tor zu einem bestehenden Zaun?

In der Regel ja. Wir gleichen Profilbild und Farbe an die vorhandenen Zaunfelder an – bei einer Stahlzaunanlage etwa an die Teilung und Profilstärke der bestehenden Felder. Schicken Sie uns Fotos des Zauns, dann beurteilen wir vorab, wie nah wir herankommen.